Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Entscheid: IV.2019.00649[8C_115/2021 vom 10.08.2021]

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

IV.2019.00649


I. Kammer

Sozialversicherungsrichterin Fehr, Vorsitzende
Sozialversicherungsrichter Bachofner
Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter
Gerichtsschreiber Klemmt

Urteil vom 22. Dezember 2020

in Sachen

X.___


Beschwerdeführer


vertreten durch Rechtsanwältin Anna Härry

schadenanwaelte AG

Industriestrasse 13c, 6300 Zug


gegen


Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Beschwerdegegnerin




Sachverhalt:

1.

1.1    X.___, geboren 1960, verfügt über keine abgeschlossene Berufsausbildung und reiste 2002 in die Schweiz ein (Urk. 7/1 und 7/7). Er arbeitete von 2011 bis 15. Juni 2016 als Hilfsarbeiter Bodenleger in der «Kunstharz-Equipe» bei der Y.___ AG (Urk. 7/20, 7/23). Nach zwei Spitalaufenthalten aufgrund eines Nierenversagens meldete sich der Versicherte am 23. September 2016 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/7 und 7/8/3-6).

1.2    Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte in der Folge die medizinische und erwerbliche Situation ab, zog die Akten der Krankentaggeldversicherung SWICA bei (Urk. 7/8 und 7/24 sowie 7/46) und gab ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag, welches am 19. März 2018 durch das Institut Z.___ erstattet wurde (Urk. 7/64). Nach einer Rückfrage bei den Gutachtern und der Einholung einer Stellungnahme beim Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) sowie nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/79 sowie 7/88 und 7/94) verfügte die IV-Stelle am 6. August 2019 die Ausrichtung einer Viertelsrente ab 1. Juni 2017 (Urk. 2).


2.    Dagegen liess X.___ am 16. September 2019 Beschwerde erheben und beantragen, die Verfügung vom 6. August 2019 sei aufzuheben und es sei ihm ab dem 1. Juni 2017 mindestens eine Dreiviertelsrente zu gewähren. In prozessualer Hinsicht ersuchte der Versicherte um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsvertretung (Urk. 1 S. 2). Die IV-Stelle beantragte in der Beschwerdeantwort vom 23. Oktober 2019 die Androhung einer reformatio in peius in dem Sinne, dass ein Rentenanspruch zu verneinen sei, sowie eventualiter die Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Am 6. November 2019 wurde dem Gesuch des Beschwerdeführers um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege entsprochen (Urk. 10). Mit Replik vom 12. Dezember 2019 hielt der Beschwerdeführer an seinen Rechtsbegehren fest (Urk. 11), ebenso die Beschwerdegegnerin in ihrer Duplik vom 30. Dezember 2019 (Urk. 13), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 6. Januar 2020 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 14).


Das Gericht zieht in Erwägung:

1.    

1.1    Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.2    Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:

a.    ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;

b.    während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und

c.    nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.

    Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

1.3    Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Sie haben alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere dürfen sie bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum sie auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellen (BGE 125 V 351 E. 3a).

    Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).


2.    

2.1    In der angefochtenen Verfügung vom 6. August 2019 erwog die Beschwerdegegnerin, der Beschwerdeführer sei ab Juni 2016 in seiner angestammten Tätigkeit als Hilfsarbeiter/Bodenleger nicht mehr arbeitsfähig. Er könne hingegen eine körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit in einem Pensum von 75 % weiter ausüben. Der Vergleich der in den Jahren 2013 bis 2015 im Durchschnitt erzielten Einkommen als Valideneinkommen mit einem statistischen Einkommenswert als Invalideneinkommen ergebe einen Invaliditätsgrad von 42 %, weshalb er Anspruch auf eine Viertelsrente habe (Urk. 2 S. 4). Weiter führte die Beschwerdegegnerin aus, dass sie von der gutachterlichen Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit abweiche, weil deren Konsensbeurteilung widersprüchlich und nicht nachvollziehbar begründet worden sei. Auf das gesamte Z.___-Gutachten könne jedoch weiterhin abgestellt werden. Insbesondere sei die Kumulation der Arbeitsunfähigkeiten nicht schlüssig. Entsprechend werde abweichend auf die niedrigste Arbeitsfähigkeit von 75 % aus nephrologischer Sicht abgestellt. Ferner komme die Dreimonateregel beziehungsweise Art. 88a Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) nicht zur Anwendung. Ein über 10 % hinausgehender leidensbedingter Abzug könne nicht gewährt werden, da die reduzierte Leistungsfähigkeit bereits im reduzierten Pensum angemessen berücksichtigt worden sei (Urk. 2 S. 3).

2.2    Dagegen brachte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeschrift vom 16. September 2019 vor, dass der Beweiswert des Z.___-Gutachtens unbestritten sei, dass aber die Beschwerdegegnerin willkürlich von der Arbeitsfähigkeitseinschätzung der Z.___-Gutachter abgewichen sei. Diese seien interdisziplinär von einer 60%igen Arbeits- und Leistungsfähigkeit in einer körperlich leichten bis intermittierend mittelschweren Tätigkeit ausgegangen. Es sei nicht ersichtlich, inwiefern die interdisziplinäre Arbeitsfähigkeitseinschätzung nicht klar sei. Die überdies fachfremden RAD-Ärzte hätten ohne plausible Begründung über die gutachterlichen Feststellungen und den teiladditiven Effekt der aus den verschiedenen Gesundheitsschäden resultierenden Teil-Arbeitsunfähigkeiten hinweggesehen (Urk. 1 S. 7 f.).

    Weiter erklärte der Beschwerdeführer, das von der Beschwerdeführerin zugrunde gelegte Valideneinkommen von Fr. 78'714.15 sei nicht zu beanstanden. Als Invalideneinkommen resultiere ein leicht abweichender Tabellenlohn von Fr. 67'406.--. Unter Berücksichtigung der Dreimonatsregel sei die gesundheitliche Verbesserung mit einer Arbeitsfähigkeit von 60 % ab Mai 2017 ab August 2018 (richtig: 2017) zu berücksichtigen, so dass von Juni bis Juli 2017 ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente bestehe (Urk. 1 S. 10). Darüber hinaus sei ihm der leidensbedingte Maximalabzug zu gewähren, der im stark eingeschränkten Zumutbarkeitsprofil im Teilzeitpensum als Mann, in seinem fortgeschrittenen Alter, seiner Aufenthaltsbewilligung C und mangelnden Deutschkenntnissen gründe (Urk. 1 S. 11-13). Damit resultiere bei einem Invaliditätsgrad von 61 % auch ab August 2017 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente (Urk. 1 S. 13).

2.3    In ihrer Beschwerdeantwort vom 23. Oktober 2019 beantragte die Beschwerdegegnerin die Androhung einer reformatio in peius. Eine teiladditive Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei unzulässig; vielmehr sei der Grad in einer Gesamtbeurteilung zu bestimmen. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden in Bezug auf die psychiatrischen Beschwerden sei klar zu verneinen. Damit resultiere eine Arbeitsfähigkeit von 80 % aus rheumatologischer Sicht und eine solche von 75 % aus nephrologischer Sicht, womit nicht zu beanstanden sei, dass der RAD eine 75%ige Restarbeitsfähigkeit festgelegt habe. An den berechneten Einkommen könne festgehalten werden. Hingegen sei ein leidensbedingter Abzug nicht geschuldet. Gesundheitliche Einschränkungen, die bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthalten seien, dürften nicht zusätzlich in die Bemessung eines leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunktes führen. Weitere Gründe, welche einen Abzug rechtfertigen würden, seien nicht ersichtlich. Damit resultiere ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 36 % (Urk. 7).

2.4    Der Beschwerdeführer ergänzte in seiner Replik vom 12. Dezember 2019, dass im Gutachten - wie von der Rechtsprechung verlangt - die Arbeitsfähigkeit in einer sämtliche Behinderungen umfassenden, medizinischen Gesamtbeurteilung bestimmt worden sei, indem die psychiatrische Diagnose in den Hintergrund gerückt worden, die 60 %ige Arbeitsfähigkeit rheumatologisch und nephrologisch begründet worden sei (Urk. 11 S. 2). Wenn die Beschwerdegegnerin losgelöst davon auf die Restarbeitsfähigkeit aus nephrologischer Sicht von 75 % abstelle, übergehe sie gerade die rechtsprechungsgemäss geforderte umfassende Gesamtbeurteilung. Hinsichtlich des leidensbedingten Abzugs machte der Beschwerdeführer geltend, dass das Alter immer unter Berücksichtigung sämtlicher konkreten Umstände des Einzelfalles geprüft werden müsse. Es könne nicht ignoriert werden, dass dem Alter von 59 Jahren im Verfügungszeitpunkt und der bisherigen Tätigkeit mit sehr schmalem beruflichen Rüstzeug eine abzugsrelevante Bedeutung zugemessen werden müssten (Urk. 11 S. 3). Dem in qualitativer Hinsicht stark eingeschränkten Zumutbarkeitsprofil, aufgrund dessen die Auswahl an Verweisungstätigkeiten begrenzt sei, komme keine Doppelberücksichtigung zu (Urk. 11 S. 4).

2.5    In ihrer Duplik vom 30. Dezember 2019 betonte die Beschwerdegegnerin nochmals, dass sich weder das Alter, noch die Schulbildung oder die Deutschkenntnisse lohnmindernd auswirken würden, da gerade solche Faktoren durch die Verwendung der Tabellenlöhne des Kompetenzniveaus 1 bereits abgegolten seien. Das Belastungsprofil zeige sich nicht stark einschränkend. Grundsätzlich seien keine ausserordentlichen Umstände erkennbar, welche einen leidensbedingten Abzug rechtfertigen würden (Urk. 13).


3.

3.1    

3.1.1    Der Beschwerdeführer erlitt im Juni 2016 eine wahrscheinlich akute, im Verlauf dialysebedürftige Nierenschädigung (Bericht von Dr. med. A.___, Assistenzarzt vom Kantonsspital B.___, vom 1. September 2017, Urk. 7/43/1-6). Dr. A.___ fasste zusammen, dass zwischen Juni und August 2016 eine intermittierende Hämodialyse bei schwerer, MPO-ANCA-assoziierter, pauciimuner, rasch progredienter Glomerulonephritis notwendig gewesen sei. Daneben seien schubförmige Gelenkschwellungen der Sprunggelenke, Handgelenke und PIP-Gelenke beidseits aufgetreten – dies im Zusammenhang mit der nephrologischen Erkrankung. Daneben bestehe - gemäss Dr. A.___ - eine depressive Episode. Eine Insulintherapie aufgrund eines steroidinduzierten Diabetes mellitus sei bis Juni 2017 notwendig gewesen. Ab Juni 2016 habe der Beschwerdeführer zudem während neun Monaten medikamentös aufgrund einer latenten Tuberkulose behandelt werden müssen (Urk. 7/43/1). Als Komplikation während der Dialyse sei eine Katheter assoziierte Thrombose aufgetreten, welche ab August 2016 während dreier Monate habe behandelt werden müssen. Im November 2016 sei ferner ein Rezidiv der Glomerulonephritis aufgetreten (Urk. 7/43/2). Der Beschwerdeführer werde mit einer immunsuppressiven Therapie behandelt und es bestehe ein klinisch stabiler Verlauf der Grunderkrankung. Die rezidivierenden Arthralgien würden wohl nicht im Zusammenhang mit der nephrologischen Grunderkrankung stehen; eine rheumatologische Abklärung habe keinen wegweisenden Befund ergeben. Stark einschränkend sei die depressive Symptomatik (Urk. 7/43/2). Eine Wiederaufnahme der schweren körperlichen Tätigkeit als Bodenleger sei gemäss Dr. A.___ auf absehbare Zeit nicht zumutbar. Es bestehe eine verminderte Leistungsfähigkeit, und Krankheitsausfälle durch ein erhöhtes Infektrisiko seien möglich. Hingegen sei eine optimal angepasste Tätigkeit aus nephrologischer Sicht grundsätzlich möglich. Sofern keine schweren körperlichen Tätigkeiten vorlägen, bestehe keine Beschränkung des Belastungsprofils (Urk. 7/43/3).

3.1.2    Auf Zuweisung der nephrologischen Fachärzte des B.___ wurde der Beschwerdeführer rheumatologisch abgeklärt (Bericht der Assistenzärztin Dr. med. C.___ des B.___ vom 27. Juli 2017, Urk. 7/46/3-7). Dr. C.___ diagnostizierte Arthralgien/Arthritiden unklarer Ätiologie und in der Differentialdiagnose eine Arthritis urica/CPPD im Rahmen der nephrologischen Erkrankung. Der Beschwerdeführer habe berichtet, dass seit drei bis vier Monaten rezidivierend Schwellungen der Sprunggelenke, Handgelenke und PIP-Gelenke aufträten. Die Beschwerden seien belastungsabhängig und würden nicht in Ruhe und während der Nacht auftreten. Die Situation habe sich seit etwa sechs Wochen stabilisiert. Gegen Abend nähmen die Schwellungen eher zu (Urk. 7/46/4). Die Fachärzte kamen zum Schluss, dass bei aktuell klinisch nicht nachweisbaren Synovitiden die Genese weiterhin unklar bleibe. Eine Harnsäure-senkende Therapie sei bereits eingeleitet worden (Urk. 7/46/6).

3.1.3    Aufgrund einer depressiven Symptomatik suchte der Beschwerdeführer im Verlauf unter Zuweisung durch Dr. A.___ eine psychiatrische Praxis auf. Dr. med. D.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, berichtete am 10. Juli 2017 über eine schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome. Der Beschwerdeführer sei stark deprimiert, ratlos, ängstlich, affektstarr und affektarm. Der Antrieb sei stark reduziert, ferner liege ein starker sozialer Rückzug vor. Es bestehe aktuell und kurzfristig eine vollständige Arbeitsunfähigkeit; eine neue Beurteilung werde in etwa zwei Monaten vorgenommen (Urk. 7/46/23-24).

3.2

3.2.1    In der Anamneseerhebung des Gutachtens des Z.___ berichtete Dr. med. E.___, Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie, von Klagen des Beschwerdeführers über Probleme mit den Nieren, ferner leide er unter einer allgemeinen Kraftlosigkeit und einem Kraftverlust im Bereich der Arme und Hände sowie der Beine. Bei körperlicher Anstrengung sei er schnell ausser Atem und habe Luftnot, eine eigentliche Lungenkrankheit habe er nicht, ebenso verneinte der Beschwerdeführer Husten und Asthma. Er sei müde, vergesslich und fühle sich verloren, weswegen er einen Psychiater aufgesucht habe. Die Schlafstörungen hätten sich unter Olanzapin gebessert, dennoch könne er nicht durchschlafen. Seit etwa 2014 leide er unter Bluthochdruck. Als er akut an der Niere erkrankt sei, habe er Medikamente erhalten, welche in der Folge zu einer Zuckerkrankheit geführt hätten. Diese sei später wieder verschwunden und aktuell kontrolliere er den Wert einmal pro Woche. Weiter klagte der Beschwerdeführer über Schmerzen in den Fingergelenken sowie im Bereich der Fersen beidseits (Urk. 7/64/7). Dr. E.___ kam zum Schluss, aus internistischer Sicht sei keine längerfristige Arbeitsunfähigkeit vorhanden. Aufgrund der geklagten generellen Müdigkeit sei die latente Hypothyreose zu substituieren (Urk. 7/64/10).

3.2.2    Im Rahmen der psychiatrischen Exploration bei Dr. med. F.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, schilderte der Beschwerdeführer, er leide darunter, dass er nicht arbeiten könne. Er sitze den ganzen Tag zu Hause, es sei ihm langweilig, er sei nervös und alles störe ihn. Er fühle sich auch depressiv, lustlos, die Konzentration sei schwierig und er sei vergesslich (Urk. 7/64/11).

    Dr. F.___ berichtete, der Beschwerdeführer habe vor allem über körperliche Beschwerden geklagt. Es hätten sich einzig eine leichte depressive Verstimmung mit Dysphorie und Lustlosigkeit gezeigt, und es seien Klagen über einen mässigen Appetit und Schlafstörungen geäussert worden. Die depressive Verstimmung sei nicht schwergradig und es bestehe kein Einbruch im Antrieb. Insgesamt könne die Diagnose einer depressiven Anpassungsstörung (ICD-10 F43.12) gestellt werden. Diese stelle eine Folge der Nierenerkrankung dar, womit eine Wechselwirkung bestehe und sie sei überdies leichtgradig und vorübergehend. Seit Mai 2017 bestehe aus psychiatrischer Sicht eine Einschränkung von 15 % in der Tätigkeit als Bodenleger; ebenso in einer angepassten, körperlich leichten Tätigkeit. Das Profil der angepassten Tätigkeit sei vor allem somatisch festzulegen (Urk. 7/64/13).

3.2.3    Der Rheumatologe Dr. med. G.___ führte aus, seine rheumatologische Erhebung decke sich mit derjenigen im Kantonsspital B.___ vom 26. Juli 2017. Seit dem Frühling 2017 klage der Beschwerdeführer über Gelenkschmerzen an den Handgelenken und in den Händen und im Bereich der Sprunggelenke. Zu diagnostizieren seien rezidivierende Arthralgien, eventuelle Arthritiden unklarer Ätiologie. Aufgrund seiner Erhebungen könnten allerdings keine relevanten pathoanatomischen Befunde objektiviert werden, welche eine höhergradige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nach sich zögen. Sowohl im angestammten Beruf wie auch für sonstige körperlich leicht bis mittelschwer belastende Verweistätigkeiten bestehe eine Leistungsfähigkeit von 80 %, wobei eine um 20 % reduzierte Leistungsfähigkeit zur Gewährung von regelmässigen Pausen bereits berücksichtigt worden sei. Dr. G.___ bemerkte ergänzend, dass sich theoretisch entzündlich-rheumatische Erkrankungen vom Typ einer Kristallarthropathie durchaus wellenförmig präsentieren könnten, so dass eine langfristige Aussage bei einer theoretisch möglichen entzündlichen rheumatischen Systemerkrankung in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit nicht möglich sei (Urk. 7/64/20).

3.2.4    Im nephrologischen Teilgutachten erläuterte Dr. E.___, es finde sich eine stabile mittelschwere Niereninsuffizienz Stadium G3b A3 nach KDIGO mit insbesondere renaler Hypertonie. Auch bestehe eine wahrscheinlich medikamentös bedingte leichte Anämie. Aus nephrologischer Sicht könne dem Beschwerdeführer aufgrund der Angabe einer allgemeinen Schwäche und Müdigkeit, welche doch zumindest teilweise auf die Nierenproblematik und die immunsuppressive Behandlung zurückzuführen sei, eine körperlich schwere und anhaltend mittelschwere Tätigkeit nicht mehr zugemutet werden. In einer körperlich leichten bis intermittierend mittelschwer belastenden Tätigkeit bestehe aus allgemeininternistischer Sicht jedoch eine Leistungsfähigkeit von 80 %, welche vollschichtig realisierbar sei. Die Einschränkung von 20 % sei bedingt durch den erhöhten Pausenbedarf sowie die Polymedikation (Urk. 7/64/23).

    Im zeitlichen Verlauf habe aufgrund des akuten Nierenversagens und eines Rezidivs der Grunderkrankung zwischen dem 15. Juni 2016 und Ende Januar 2017 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Ab Februar 2017 könne aus nephrologischer Sicht in einer körperlich leichten bis intermittierend mittelschweren belastenden Tätigkeit von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % ausgegangen werden, spätestens ab Mai 2017 sei eine Leistungsfähigkeit von 75 % erreicht worden. Es bestehe in einer adaptierten Tätigkeit eine maximale Einschränkung von 25 %, bedingt durch die vom Beschwerdeführer angegebene erhöhte Ermüdbarkeit, die allgemeine Schwäche sowie den erhöhten Pausenbedarf (Urk. 7/64/23).

3.2.5    Die Gutachter stellten in ihrer Konsensbeurteilung folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers (Urk. 7/64/24):

- Depressive Anpassungsstörung (ICD-10 F43.21)

- Rezidivierende Arthralgien, eventuell Arthritiden unklarer Ätiologie (ICD-10 M25.5)

- DD im Rahmen einer Arthritis urica bei rezidivierender Hyperurikämie; im Rahmen einer Kristallarthropathie Typ Chondrokalzinose; im Rahmen der nephrologischen Grunderkrankung

- klinisch am 26.02.2018 keine eindeutig fassbaren Synovitiden, keine Tenosynovitis und keine Daktylitis im Bereich der Hände und der Füsse

- aktenanamnestisch radiologisch am 26.07.2017 Darstellung von mehreren kleinen Verkalkungen an den Händen, eventuell einer Chondrokalzinose entsprechend, sonographischer Befund der Hände ohne entzündliche Veränderungen, sonographischer Befund der Sprunggelenke rechtsseitig mit minimaler Flüssigkeitsansammlung im Bereich des dorsalen Gelenkspaltes

- Verdacht auf funktionelle Überlagerung

- MPO-ANCA-assoziierte, paud-immune, rasch progrediente Glomerulonephritis, ED 06/2016 (ICD-10 I77.8)

- Status nach dialysepflichtiger Niereninsuffizienz mit intermittierender Hämodialyse 06/2016 bis 08/2016

- immunsuppressive Therapie:

23.06.2016 Rituximab 1'000 mg i.v.

05.07.2016 Wechsel auf Cyclophosphamid, Pulstherapie nach EUVAS

08.11.2016-13.01.2017 Azathioprin 150 mg/d

- Rezidiv der Grundkrankheit 11/2016; Aufnahme Rituximab 11/2016

- renale Folgeerkrankungen, renale Anämie, renale Hypertonie (ICD-10 D64.8, I12.9)

- aktuell stabile mittelschwere Niereninsuffizienz Stadium G3b A3 nach KDIGO (ICD-10 N18.3)

    Keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers massen die Gutachter folgenden Diagnosen bei (Urk. 7/64/24):

- Status nach Steroid-induziertem Diabetes mellitus, ED 08/2016 (ICD-10 E11.9Z)

- temporär insulinpflichtig 08/2016 bis 06/2017

- aktuell ohne Therapie HbA1c: 5,7% (Norm <6,3 %)

- Latente Tuberkulose, ED 06/2016

- Status nach Behandlung mit Isoniazid für 9 Monate

- Status nach Katheter-assoziierter Thrombose der V. jugularis interna 08/2017 sowie Status nach Thrombose der V. subclavia externa rechts 06.08.2016

- Latente Hypothyreose (ICD-10 E03.9)

    In der Konsensbeurteilung führten die Gutachter zur Arbeitsfähigkeit aus, dass der Explorand keinen Beruf erlernt habe. In der Schweiz habe er zunächst auf Bauernhöfen, später als LKW-Chauffeur und zuletzt als Hilfsarbeiter Bodenleger gearbeitet. Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erfolge aus medizinisch-theoretischer Sicht (Urk. 7/64/25). Dem Beschwerdeführer könnten körperlich schwere und mittelschwere Tätigkeiten und somit auch die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Bodenleger bleibend nicht mehr zugemutet werden. In einer körperlich leichten bis intermittierend mittelschwer belastenden Tätigkeit bestehe eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 60 %. Die Einschränkungen aus psychiatrischer, nephrologischer und rheumatologischer Sicht würden sich nur teilweise ergänzen und seien somit teiladditiv. Das Pensum könnte über fünf bis sechs Stunden pro Tag umgesetzt werden, stundenweise oder mit erhöhtem Pausenbedarf (Urk. 7/64/25-26). Aufgrund der anamnestischen Angaben, der Untersuchungsbefunde, der vorliegenden Dokumente sowie der früher attestierten Arbeitsunfähigkeiten gingen die Gutachter davon aus, dass ab Juni 2016 bis Ende Januar 2017 eine volle Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit bestand. Ab Februar 2017 könne von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer körperlich leichten bis intermittierend mittelschweren Tätigkeit ausgegangen werden, mit Erreichen einer Arbeitsfähigkeit von 60 % im Mai 2017.

    Die Gutachter führten ferner aus, dass sich der Beschwerdeführer als nicht mehr arbeitsfähig erachte, was in deutlichem Gegensatz zur Beurteilung stehe, wonach eine körperlich leichte bis intermittierend mittelschwer belastende Tätigkeit zu 60 % zumutbar wäre. Diese Diskrepanz begründe sich wohl dadurch, dass der Beschwerdeführer davon ausgehe, sich vollständig gesund fühlen zu müssen und zu keiner Zeit Beschwerden verspüren zu dürfen, um einer beruflichen Erwerbstätigkeit nachgehen zu können. Im Weiteren konnte das verordnete Antidepressivum im Blut nicht nachgewiesen werden; der Leidensdruck seitens des Beschwerdeführers aufgrund der depressiven Störung scheine demnach nicht genügend ausgeprägt, als dass er eine regelmässige Medikation befolgen würde. Gewisse Zweifel an der Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers seien daher angebracht (Urk. 7/64/26).

3.3    Der RAD-Arzt Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, stufte das Z.___-Gutachten als taugliche Entscheidgrundlage ein; hingegen konnte er die Begründung der Arbeitsunfähigkeit nicht nachvollziehen (Urk. 7/77/7). Am 2. Mai 2018 erläuterten die Gutachter auf Nachfrage des RAD, dass rheumatologisch eine Präsenz von sechs Stunden möglich wäre mit gering erhöhtem Pausenbedarf. Die Leistungseinbusse aus nephrologischer Sicht sei vor allem auch durch ein dauerhaft reduziertes Rendement begründet und weniger durch den Pausenbedarf. Dementsprechend ergäbe sich, dass auch in einer sechsstündigen Präsenzzeit die Leistung deutlich reduziert wäre, wodurch sich rein rechnerisch bezogen auf die 80%ige Arbeitsfähigkeit aus rheumatologischer Sicht eine um einen Viertel eingeschränkte Leistungseinbusse aus nephrologischer Sicht ergäbe. Die geringe Leistungseinbusse aus psychiatrischer Sicht stehe dabei eher im Hintergrund, insbesondere, da sie gemäss Prognose wieder remittieren sollte. Die Arbeitsfähigkeit für die bisherige Tätigkeit sei seit Juni 2016 bleibend aufgehoben. In einer angepassten Tätigkeit werde ab Mai 2017 eine Arbeitsfähigkeit von 60 % erreicht (Urk. 7/68/1).

3.4    Dr. C.___ bemängelte in seiner Stellungnahme vom 5. Juni 2018, dass das Antwortschreiben der Z.___-Gutachter auf die Widersprüche in der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit kaum eingehe. Eine Arbeitsfähigkeit von 60 % erschliesse sich weiterhin in wenig nachvollziehbarer Weise. Eine dialysebedingte Arbeitsfähigkeitseinschränkung nach einer ANCA-assoziierten Glomerulonephritis sei nur passager. Es würden die Leistungsfähigkeit aus rheumatologischer von 80 % und aus psychiatrischer Sicht von 85 % bestehen bleiben. Aus versicherungsmedizinischer Sicht werde abweichend empfohlen, die niedrigste Arbeitsfähigkeit von 75 % (gemäss nephrologischer Einschätzung) zugrunde zu legen; diese sei ganztags umsetzbar mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit (Urk. 7/77/8).


4.

4.1    Die grundsätzliche Beweiskraft des polydisziplinären Gutachtens des Z.___ ist unbestritten und gibt zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass; Gründe für ein Abweichen von den medizinischen Erkenntnissen der Begutachtung ergeben sich nicht, zumal sich die Berichte der behandelnden Ärzte nicht zur massgebenden Frage der langfristigen Arbeitsfähigkeit insbesondere in einer leidensangepassten Tätigkeit äusserten. Die Gutachter haben den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers umfassend mit sämtlichen tangierten Fachbereichen abgeklärt (Urk. 7/64/2), seine geklagten Beschwerden berücksichtigt (Urk. 7/64/7 und 7/64/11), die Vorakten berücksichtigt (Urk. 7/64/3 ff.), sich im Konsens mit den Ergebnissen der Teil-Gutachten auseinandergesetzt (Urk. 7/64/25) und ihre Einschätzungen und Schlussfolgerungen begründet.

4.2    Die Gutachter begründeten ihre anhand der Untersuchungsergebnisse und Würdigung der Vorakten gestellten Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit überzeugend. Mithin erweisen sich die Nierenkrankheit und die rheumatologischen Befunde als im Vordergrund stehend und hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit als relevant. Die Beschwerdegegnerin nahm in ihrer Beschwerdeantwort hinsichtlich der diagnostizierten Anpassungsstörung eine kurze Ressourcenprüfung vor und kam zum Schluss, dass die aus psychiatrischer Sicht attestierte Leistungseinbusse von 15 % aufgrund genügender Ressourcen in der Invaliditätsbemessung unbeachtlich sei (Urk. 6). Zu diesem Schluss waren bereits die Z.___-Gutachter gelangt, indem sie ausdrücklich festhielten, dass die Diagnose und entsprechende Leistungseinbusse als vorübergehend zu klassifizieren und als Folge der somatischen Erkrankung entstanden sei. Die festgelegte Arbeitsfähigkeit basierte denn auch nicht auf der psychiatrischen Diagnose, sondern beruhte in erster Linie auf der Einschätzung aus rheumatologischer und nephrologischer Sicht; die 15%ige Reduktion der Leistungsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht trat in den Hintergrund und die Gutachter stuften die entsprechende Leistungseinbusse als gering ein (Urk. 7/68/1). Da somit dieser psychiatrischen Diagnose keine Relevanz für die gesamthafte Arbeitsunfähigkeit beigemessen wurde und dies auch seitens des Beschwerdeführers nicht beanstandet wird (Urk. 1 S. 7), erübrigt sich eine weitergehende Ressourcen- beziehungsweise Indikatorenprüfung.

    Bei der Festlegung der Arbeitsfähigkeit im Zusammenspiel der verschiedenen somatischen und auch psychischen Krankheitsbilder, die – wie vorliegend - in einem interdisziplinären Konsens erfolgt, steht den Gutachtern ein medizinischer Ermessensspielraum zu, in den – wenn nachvollziehbar begründet - nicht ohne Not einzugreifen ist. Die Präzisierung der Arbeitsfähigkeitsbemessung im Sinne einer Teiladdition im Rahmen der Gutachtensergänzung wurde schlüssig dargelegt. So leuchtet ein, dass die jeweiligen Leistungseinbussen aus nephrologischer Sicht von 25 % und aus rheumatologischer Sicht von 20 %, basierend auf einem erhöhten Rendement beziehungsweise Pausenbedürfnis, sich teilweise ergänzen und teilweise überlagern. Die teiladditive Berechnung ist rechnerisch plausibel; ausgehend von einer Leistungsfähigkeit von 80 % aus rheumatologischer Sicht und anschliessender Subtraktion von 25 % (nephrologische Leistungseinbusse, ein Viertel von 100 %) - respektive von 20 % als einem Viertel von den ausgangsgemässen, rheumatologisch bedingten 80 % - ergibt sich eine gesamthafte Leistungseinbusse von 40 % und damit eine Restarbeitsfähigkeit bzw. Leistungsfähigkeit von 60 % (Urk. 7/68).

    Die abweichende Arbeitsunfähigkeit begründete der RAD-Arzt Dr. C.___ damit, dass er die Ausführungen der Gutachter des Z.___ auch nach gestellter Rückfrage nicht nachvollziehen könne. Er führte insbesondere aus, dass sich ihm die Teiladdition nicht erschliesse und die aus nephrologischer Sicht festgehaltene Leistungseinbusse nicht nachvollziehbar sei. Dr. C.___s Empfehlung einer gesamthaften 75%igen Leistungsfähigkeit, die einzig im nephrologischen Gesundheitsschaden gründet und sämtliche anderen Gesundheitsschäden einschliessen soll, vermag indes nicht zu überzeugen. Die Begründung fällt denn auch vage aus und basiert nicht auf medizinischen Grundlagen, sondern einer Empfehlung eines überdies fachfremden Arztes. Die medizinischen Erkenntnisse und insbesondere Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden von Dr. C.___ ferner nicht in Frage gestellt; mithin ordnete er auch keine weiteren Abklärungen an.

    Die durch die Gutachter vorgenommene (teil)additive Berechnung der Arbeitsunfähigkeit ist zwar nicht in jedem Fall üblich; die Rechtsprechung schliesst dieses Vorgehen aber auch nicht explizit aus – wie dies aus dem vom Beschwerdeführer zitierten Urteil des Bundesgerichts 9C_425/2013 vom 16. September 2013 (E. 4.3.1) hervorgeht. Gemäss dem von der Beschwerdegegnerin zitierten Urteil des Bundesgerichts 9C_948/2012 vom 22. Juli 2013 (E. 4.3) überschneiden sich beim Zusammentreffen verschiedener Gesundheitsbeeinträchtigungen in aller Regel die erwerblichen Auswirkungen, so dass der Grad der Arbeitsunfähigkeit in einer, sämtliche Einschränkungen umfassenden, medizinischen Gesamtbeurteilung zu bestimmen sei. Wie der Beschwerdeführer zutreffend ausführte, ist entscheidend, dass die Einstufung der Arbeitsfähigkeit auf einer Konsensbeurteilung beruht und in eine Gesamtbeurteilung mündet, was vorliegend der Fall ist. Abweichende medizinische Erkenntnisse, die erhebliche Zweifel an der gutachterlichen Einschätzung wecken würden, nannte der RAD ferner nicht.

    Zusammengefasst sind die Erkenntnisse des Gutachtens nicht zu beanstanden und es ist von einer Restarbeitsfähigkeit von 60 % ab Mai 2017 (bei einem zumutbaren Tagespensum von fünf bis sechs Stunden und vollschichtig ausübbar) in einer angepassten Tätigkeit auszugehen. Dabei ist das Belastungsprofil zu berücksichtigen, dass dem Beschwerdeführer nur körperlich leichte bis intermittierend mittelschwer belastende Tätigkeiten zumutbar und schwere Tätigkeiten hingegen ungeeignet sind.

4.3    Der Beschwerdeführer hat sich am 23. September 2016 für den Leistungsbezug angemeldet. Er war dabei bereits seit dem 15. Juni 2016 (Datum der ersten Hospitalisation im Kantonsspital B.___, Urk. 7/8/3) aufgrund des erlittenen Nierenversagens in der angestammten Tätigkeit andauernd und vollständig arbeitsunfähig; eine Arbeitsfähigkeit in diesem angestammten schweren Arbeitsbereich wurde nicht mehr für zumutbar erachtet. Die Beschwerdegegnerin hat demzufolge korrekterweise das Wartejahr am genannten Datum eröffnet und den Rentenanspruch per frühestmöglichen Beginn (Art. 29 Abs. 3 IVG) am 1. Juni 2017 geprüft (vgl. auch Urk. 7/68 zum zeitlichen Verlauf der Arbeitsunfähigkeit). An die durchwegs 100%ige Arbeitsunfähigkeit im angestammten Bereich während eines Jahres schloss sich ab Mai 2017 eine 60%ige Arbeitsfähigkeit in einem angepassten Tätigkeitsbereich an. Es ist mithin der Erwerbsausfall nach Ende der Wartezeit, ab Juni 2017 zu ermitteln.


5.

5.1    Das von der Beschwerdegegnerin berechnete Valideneinkommen von Fr. 78'714.15 als Durchschnittswert der in den Jahren 2013 bis 2015 erzielten jährlichen Einkommen in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit wurde vom Beschwerdeführer anerkannt; allerdings ist es aufzurechnen bis zum Jahr des Rentenbeginns 2017 (Bundesamt für Statistik, Nominallohnentwicklung Männer, T.39, Index Basis 1939=100, 2015: 2226; 2017: 2249), was Fr. 79'527.46 ergibt (Urk. 7/76).

5.2    Für das Invalideneinkommen ist auf die Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) 2016, TA1_tirage_skill_level, Zentralwert nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, des Bundesamtes für Statistik abzustellen. Aufgrund der beruflichen Erfahrungen des Beschwerdeführers und seines zumutbaren Profils ist auf die hne für Hilfsarbeiten (Kompetenzniveau 1) zu verweisen, was für das Jahr des Rentenbeginns 2017 ein Invalideneinkommen bei einem Pensum von 60 % von Fr. 40'261.06 ergibt (Fr. 5'340.-- : 40 x 41,7 betriebsübliche Arbeitszeit x 12 Monate; Nominallohnentwicklung a.a.O., 2239 [2016], 2249 [2017])

5.3    

5.3.1    Strittig ist die Höhe des zu gewährenden, leidensbedingten Abzugs vom Tabellenlohn. In der angefochtenen Verfügung nahm die Beschwerdegegnerin einen Abzug von 10 % vor; im vorliegenden Beschwerdeverfahren hingegen machte sie geltend, es sei kein Abzug geschuldet. Der Beschwerdeführer verlangt die Gewährung des Maximalabzugs von 25 %.

5.3.2    Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/aa). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten. Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht übersteigen (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2, 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/aa-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/bb). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (Urteile des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1 und 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1).

    Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemäss BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen (vgl. Urteile des Bundesgerichtes 9C_808/2015 vom 29. Februar 2016 E. 3.4.3 und 8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E. 3.2).

5.3.3    Die Beschwerdegegnerin notierte in der Berechnung des Einkommensvergleichs, dass zusätzlich schwere Tätigkeiten als lohnmindernder Faktor zu berücksichtigen seien und sich somit das Invalideneinkommen um 10 % verringere (Urk. 7/76). Vermutungsweise fasste sie darunter den sogenannten «Schwerarbeiterabzug» auf.

    Die gesundheitlich bedingte Unmöglichkeit, weiterhin körperlich schwere Arbeit zu verrichten, führt nicht automatisch zu einer Verminderung des hypothetischen Invalidenlohns. Vielmehr ist der Umstand allein, dass nur mehr leichte bis mittelschwere Arbeiten zumutbar sind, auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit kein Grund für einen zusätzlichen leidensbedingten Abzug, weil der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 (bis LSE 2010 Anforderungsniveau 4) bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_82/2019 vom 19. September 2019 E. 6.3.2).

    Folglich bedingt das dem Beschwerdeführer noch zumutbare Belastungsprofil, welches lediglich dauerhaft schwere Tätigkeiten wie die bisherige Arbeit als Bodenleger ausschliesst, keinen leidensbedingten Abzug. Dem Beschwerdeführer steht eine Vielzahl an leichten bis intermittierend mittelschweren Tätigkeiten offen. Der Umstand, dass er in seiner Arbeit einen höheren Pausenbedarf und ein dauerhaft reduziertes Rendement aufweist, wurde im Rahmen der Arbeitsfähigkeitsbemessung und deren Festsetzung auf 60 % grosszügig berücksichtigt. Eine doppelte Anrechnung scheidet wie erwähnt aus. Die Beschwerdegegnerin hat in der angefochtenen Verfügung somit zu Unrecht einen Schwerarbeiterabzug von 10 % vorgenommen und dies in ihrer Vernehmlassung erkannt. Es ist folglich zu prüfen, ob andere Abzugsgründe vorliegen.

5.3.4    Nach der neueren Praxis des Bundesgerichts ist ein Abzug bei Männern wegen Teilzeitbeschäftigung nicht mehr automatisch vorzunehmen. Ob sich eine entsprechende Reduktion rechtfertigt, ist stets mit Blick auf den konkreten Beschäftigungsgrad und die jeweils aktuellen Werte zu beurteilen (Urteil des Bundesgerichts 8C_561/2018 vom 4. März 2019 E. 4.3.1).

    Dem Beschwerdeführer ist eine sechsstündige Präsenz täglich zumutbar, mit einer zusätzlichen Leistungseinbusse aus nephrologischer Sicht von 20 % (Urk. 7/68/1). Rheumatologischerseits könnte aber auch eine vollschichtige Tätigkeit ausgeübt werden mit erhöhtem Pausenbedarf von 20 % und einer zusätzlichen Leistungseinbusse nephrologischerseits (Urk. 7/64/20, 7/68/1). Bei einer vollschichtig zumutbaren Tätigkeit scheidet ein Abzug aus (Urteil des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.2 mit weiteren Hinweisen). Ferner würde unter Berücksichtigung der gestützt auf die LSE 2016 erstellten Tabelle (T18) zu den nach Beschäftigungsgrad, beruflicher Stellung und Geschlecht differenzierten monatlichen Durchschnittsbruttolöhnen überdies bei einem Pensum von 60 % eine statistische Erwerbseinbusse von 6 % entstehen. Diese führt nicht per se zu einem Teilzeitabzug, wie dies etwa das Bundesgericht bei einem Pensum zwischen 50 und 74 % bei Männern und ausgehend von den Tabellenlöhnen der LSE 2014 und bei einer Lohneinbusse von knapp 6 % festgehalten hatte. Diese Einbusse sei nicht erheblich genug, um einen Abzug vom Invalideneinkommen zu rechtfertigen (Urteil des Bundesgerichts 8C_699/2017 vom 26. April 2018 E. 3.1).

5.3.5    Ob das Merkmal «Alter» einen Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigt, ist jeweils unter Berücksichtigung aller konkreter Umstände des Einzelfalls zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 9C_366/2015 vom 22. September 2015 E. 4.3.2 unter Hinweis auf 9C_455/2013 vom 4. Oktober 2013 E. 4.2). Dies gilt insbesondere im Bereich der Hilfsarbeiten auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG), wo sich ein fortgeschrittenes Alter nicht zwingend lohnsenkend auswirken muss. Hilfsarbeiten werden auf dem massgebenden ausgeglichenen Stellenmarkt altersunabhängig nachgefragt (Urteile des Bundesgerichts 8C_403/2017 vom 25. August 2017 E. 4.4.1 und 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.4.3). Das Alter des Beschwerdeführers von 59 Jahren im Verfügungszeitpunkt bedingt nicht automatisch eine Lohnsenkung. Ein Abzug scheidet damit aus.

5.3.6    Mangelnde Sprachkenntnisse oder ungenügende Ausbildung sind nicht abzugsrelevant, da diesen Aspekten bei der Wahl des Kompetenzniveaus Rechnung zu tragen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_549/2019 vom 26. November 2019 E. 7.7). Einfache und repetitive Tätigkeiten erfordern gemäss Bundesgericht weder gute Sprachkenntnisse noch ein besonderes Bildungsniveau (Urteil 9C_808/2015 vom 29. Februar 2016 E. 3.4.2 sowie hinsichtlich der nicht notwendigen Kenntnisse der deutschen Sprache bei Hilfsarbeitertätigkeiten: Urteile 9C_777/2015 vom 12. Mai 2016 E. 5.3 und 9C_426/2014 vom 18. August 2014 E. 4.2). Diese Aspekte wurden ferner bereits bei der Wahl des Kompetenzniveaus berücksichtigt, so dass kein zusätzlicher Abzug angezeigt ist.

    Insgesamt ist damit kein Abzug vom tabellarischen Invalideneinkommen geschuldet.

5.4    Zusammengefasst resultiert beim Beschwerdeführer eine Erwerbseinbusse von Fr. 39'266.40 und damit ein Invaliditätsgrad von 49,37 %. Folglich hat der Beschwerdeführer ab 1. Juni 2017 Anspruch auf Ausrichtung einer Viertelsrente (zum Rundungsverbot: BGE 127 V 129). Die angefochtene Verfügung vom 6. August 2019 ist demnach im Ergebnis zu bestätigen und die Beschwerde abzuweisen.


6.

6.1    Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.–– bis Fr. 1‘000.–– festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis IVG) und vorliegend auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen, zufolge gewährter unentgeltlicher Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.

6.2    Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers reichte für ihre Bemühungen und Auslagen als unentgeltliche Rechtsvertreterin im vorliegenden Verfahren ihre Honorarnote vom 27. Januar 2020 ein (Urk. 15). Darin macht sie einen zeitlichen Aufwand von 12 Stunden geltend, was in Anbetracht des Umfangs der Beschwerdeschrift und den weiteren Bemühungen im vorliegenden Verfahren als angemessen erscheint. Entsprechend ergibt sich unter Berücksichtigung eines Stundenansatzes von Fr. 220.--, der geltend gemachten Spesen im Umfang von Fr. 79.19 und der Mehrwertsteuer von 7.7 % ein Betrag von Fr. 2'928.55, welcher der unentgeltlichen Rechtsvertreterin aus der Gerichtskasse auszurichten ist.

6.3    Der Beschwerdeführer wird auf § 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) hingewiesen, wonach er zur Nachzahlung der einstweilen zulasten der Gerichtskasse genommenen Kosten verpflichtet werden kann, sofern er dazu in der Lage ist.



Das Gericht erkennt:

1.    Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.    Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.

3.    Die unentgeltliche Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, Rechtsanwältin Anna Härry, Zürich, wird mit Fr. 2'928.55 (inkl. Barauslagen und MWSt) aus der Gerichtskasse entschädigt. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.

4.    Zustellung gegen Empfangsschein an:

- Rechtsanwältin Anna Härry

- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

- Bundesamt für Sozialversicherungen

sowie an:

- Gerichtskasse

5.    Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

    Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

    Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).


Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich


Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber




FehrKlemmt